PresseAussendung20031210

Aus UVP-KO

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Bürgerinitiative "UVP-KO" (Unabhängige Verkehrsplattform Korneuburg) Sprecher Michael Zieger:

[bearbeiten] Titel: Demonstrative Lobaubesetzung

[bearbeiten] Utl: Warnung vor der Autobahn durch die Lobau - Information der Bevölkerung

Korneuburg (OTS):

Rund 1.000 Menschen haben am Montag, den 8. 12. 2003 an einer symbolischen Besetzung der Lobau teilgenommen. Sie haben damit gegen die geplante Wiener Nordostumfahrung (S1) protestiert.

Die Autobahn soll mitten durch die Lobau f�hren. 19 Jahre nach der Besetzung der Hainburger Au haben Umweltschutzorganisationen und die Gr�nen den "Hainburger Geist" beschworen und zum Protest aufgerufen.

Unter anderem sprachen Freda Meissner-Blau, Madeleine Petrovic, Alexander Van der Bellen, Eva Glawischnigg, und Starmaniac Niddl über das geplante ökologische Horrorszenario einer Lobauautobahn.

Auch Korneuburger waren unter den Demonstranten. Mitglieder der UVP-KO, einer unabhängigen Bürgerinitiative gegen den Ausbau eben dieser Wiener Nordostumfahrung (S1), die in Korneuburg in die A22 münden soll, protestierten mit gegen die Zerstörung der Natur durch immer neue Autobahnen.

Elisabeth Kerschbaum, grüne Bundesrätin aus Korneuburg: "Im Osten Österreichs sollen *Milliarden Euros in den Bau neuer Transitrouten* gesteckt werden. Gleichzeitig beklagen sich Politiker aller Parteien zu Recht über den wachsenden Straßengüterverkehr in Westösterreich. Die *EU erlaubt keine effektiven Verkehrsbeschränkungen* auf vorhandenen Straßen - wenn wir also die Verkehrsbelastung nicht erh�hen wollen, sind neue Straßen nicht der richtige Weg - moderne Schienenverbindungen in den Osten und Norden sind die einzige Möglichkeit, uns vor dem Verkehrskollaps zu retten!"

Michael Zieger, Sprecher der Unabhängigen Verkehrsplattform des Bezirks Korneuburg (UVP-KO): "*EU Studien belegen, dass Strassenbauten Verkehr produzieren, und man mit Strassenrückbauten Verkehr reduzieren kann. Wien macht solche Reduktionen z.B. mit Tempo 30 Zonen, warum soll der Rest Ostösterreichs nicht genauso gut behandelt werden?*".


  • Allgemeines zur UVP-KO:

Wir fordern ein Umdenken weg vom alleinigen Ausbau schon bestehender oder noch zu bauender Straßen hin zu einem Verkehrskonzept, das sowohl Nachhaltigkeit als auch Lärm und Abgase viel stärker berücksichtigt als bisher. Schon jetzt sterben etwa 2,5mal so viele Österreicher mehr (=2400 Personen) durch den Einfluss von Verkehrsabgasen als durch Verkehrsunfälle (Studie: WHO, Forum Gesundheit 1/2003, siehe ZeitungsArtikel "Killer Transit" im Jänner 2003), desweiteren werden schon 190 Tote direkt dem Verkehrslärm zugeordnet (VCÖ 2003). Ausserdem haben Autobahnanrainer eine 40% h�here Sterberate (Studie aus Holland, siehe ebenfalls Forum Gesundheit 1/2003).

Allein die Kosten des Verkehrsl�rms durch Wertverlust, Tourismuseinbußen, und Therapien belaufen sich auf 1,8 Milliarden(!) Euro pro Jahr in Österreich (VCÖ). Diese Werte werden jedoch immer noch von den zuständigen Stellen weitgehend ignoriert, als "nicht nachweisbar" abgestempelt. Es ist vergleichbar mit dem Status des Rauchens vor 20 Jahren, als schon vorsichtig gewarnt wurde, aber noch niemand die wahren Folgen beweisen konnte.

Mit dem geplanten Projekt werden derzeit folgende Zahlen erwartet: S1 Bereich Korneuburg: von 12.000 auf 48.000 Fahrzeuge A22 Bereich Korneuburg: von 55.000 auf 110.000 Fahrzeuge

Hier eine Grafik zur Demonstration der Verkehrszunahme in Korneuburg (sowohl als GIF als auch als Excel-Sheet): bild:VerkehrszunahmeKO-2020.gif

media:VerkehrszunahmeKO-2020.xls

  • Informationsveranstaltungen

Wir haben ständig Informationsveranstaltungen zu diesem Thema, bei dem auch Unterschriften gesammelt werden:

Termine

  • Wer ist die Unabhängige VerkehrsPlattform KOrneuburg

( http://UVP-KO.org ) eigentlich?

Wir sind eine Bürgerinitiative, die am 10.3.2003 gegründet wurde, und Widerstand gegen den 4-spurigen Ausbau der S1 zur Autobahn speziell im Bezirk Korneuburg leistet. Wir sind überparteilich, und arbeiten mit vielen anderen Gruppierungen zusammen, die ähnliche Ziele verfolgen.

Obwohl wir als Bürgerinitiative gegenüber mächtigen Interessen der Autobahnlobby als klein erscheinen, geben wir den Kampf für ein menschengerechtes und zukunftsorientiertes Verkehrskonzept nicht auf - das sind wir unseren Kindern und Enkelkindern schuldig.

Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Homepage http://uvp-ko.org/.

Gerne arbeiten wir mit Ihnen direkt zusammen: Sprecher Michael Zieger, Tel: 0676/415 65 31, Fax: 02262/64742, oder per e-mail sprecher@uvp-ko.org

Mit freundlichen Gr�ssen Michael Zieger, Sprecher

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