PresseAussendung20030708

Aus UVP-KO

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Bürgerinitiative "UVP-KO" (Unabhängige Verkehrsplattform Korneuburg) Sprecher Michael Zieger:

[bearbeiten] Titel: Einreichung der Petition der UVP-KO im Parlament

[bearbeiten] Utl: Nationalratspräsident Andreas Khol sichert korrekte Behandlung zu

Korneuburg (OTS):

Am Montag, 7.7.2003, wurde um 5 vor 12 Uhr die hochaktuelle Petition der UVP-KO im Parlament an Nationalratspräsident Andreas Khol unter Anwesenheit der Presse überreicht. Die Petition, die bisher von 1809 Österreichern unterstützt wurde, wird damit im nächsten Petitionsausschuss behandelt werden. Wir hoffen, damit eine Diskussion innerhalb des Parlaments eröffnen zu können.



Ein Teil des Teams der UVP-KO hat sich heute im Parlament eingefunden, um die von bisher 1809 Österreichern unterzeichnete Petition ordnungsgemäß einzubringen. Wir wurden dazu von Mag. Ernst Zimmermann (Parlament) empfangen, welcher die formale Korrektheit der Petition überprüfte. Nach positiver Kontrolle empfing uns Nationalratspräsident Andreas Khol, und versprach eine ordnungsgemäße Behandlung unserer Anliegen im Petitionsausschuss.

Hochaktuell ist dieses Thema, da die EU die Abschaffung sämtlicher Ökopunkte fordert. Sollte dies eintreten, werden wir nicht nur im Westen, sondern auch im Osten Österreichs in Zukunft große Transitproblematik erLEBEN.

Mit dieser Petition fordern wir die Überdenkung der Autobahnprojekte A5 (Nordautobahn) und S1 (Wiener Aussenring), da diese eine Transitachse zwischen Nord-EU (Litauen, Polen, Tschechien) und Süd-EU (Italien, Slowenien) hervorrufen würde. Stattdessen sollten Möglichkeiten geschaffen werden, Gütertransporte auf die Bahn zu verlegen. Anonsten droht in Ostösterreich die nächste Transithölle. Der genaue Petitionstext kann auf media:petition1.pdf geladen werden.


Wir fordern ein Umdenken weg vom alleinigen Ausbau schon bestehender oder noch zu bauender Straßen hin zu einem Verkehrskonzept, das sowohl Nachhaltigkeit als auch Lärm und Abgase viel stärker berücksichtigt als bisher. Schon jetzt sterben etwa 2,5mal so viele Österreicher mehr (=2400 Personen) durch den Einfluss von Verkehrsabgasen als durch Verkehrsunfälle (Studie: WHO, Forum Gesundheit 1/2003, siehe ZeitungsArtikel "Killer Transit" im Jänner 2003), desweiteren werden schon 190 Tote direkt dem Verkehrslärm zugeordnet (VCÖ 2003). Ausserdem haben Autobahnanrainer eine 40% höhere Sterberate (Studie aus Holland, siehe ebenfalls Forum Gesundheit 1/2003).

Allein die Kosten des Verkehrslärms durch Wertverlust, Tourismuseinbußen, und Therapien belaufen sich auf 1,8 Milliarden(!) Euro pro Jahr in Österreich (VCÖ). Diese Werte werden jedoch immer noch von den zuständigen Stellen weitgehend ignoriert, als "nicht nachweisbar" abgestempelt. Es ist vergleichbar mit dem Status des Rauchens vor 20 Jahren, als schon vorsichtig gewarnt wurde, aber noch niemand die wahren Folgen beweisen konnte.

Mit dem geplanten Projekt werden derzeit folgende Zahlen erwartet: S1 Bereich Korneuburg: von 12.000 auf 48.000 Fahrzeuge A22 Bereich Korneuburg: von 55.000 auf 110.000 Fahrzeuge

Hier eine Grafik zur Demonstration der Verkehrszunahme in Korneuburg (sowohl als GIF als auch als Excel-Sheet):
bild:VerkehrszunahmeKO-2020.gif
media:VerkehrszunahmeKO-2020.xls


  • Informationsveranstaltungen

Wir haben ständig Informationsveranstaltungen zu diesem Thema, bei dem auch Unterschriften gesammelt werden:

Termine


  • Wer ist die Unabhängige VerkehrsPlattform KOrneuburg

( http://UVP-KO.org ) eigentlich?

Wir sind eine Bürgerinitiative, die am 10.3.2003 gegründet wurde, und Widerstand gegen den 4-spurigen Ausbau der S1 zur Autobahn speziell im Bezirk Korneuburg leistet. Wir sind überparteilich, und arbeiten mit vielen anderen Gruppierungen zusammen, die ähnliche Ziele verfolgen.

Obwohl wir als Bürgerinitiative gegenüber mächtigen Interessen der Autobahnlobby als klein erscheinen, geben wir den Kampf für ein menschengerechtes und zukunftsorientiertes Verkehrskonzept nicht auf - das sind wir unseren Kindern und Enkelkindern schuldig.

Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Homepage http://uvp-ko.org/.

Gerne arbeiten wir mit Ihnen direkt zusammen:
Sprecher Michael Zieger, Tel: 0676/415 65 31, Fax: 02262/64742, oder per e-mail sprecher@uvp-ko.org

Mit freundlichen Grüssen
Michael Zieger, Sprecher

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