PresseAussendung20030626

Aus UVP-KO

Wechseln zu: Navigation, Suche

Bürgerinitiative "UVP-KO" (Unabhängige Verkehrsplattform Korneuburg) Sprecher Michael Zieger:

[bearbeiten] Titel: Korneuburger Gemeinderat unterstützt Forderungen der UVP-KO

[bearbeiten] Utl: Verbesserungen für Anrainer der A22 in Korneuburg rückt näher

Korneuburg (OTS):

Gestern, Mi 25.6.2003, ist im Korneuburger Gemeinderat eine Resolution zur A22 verabschiedet worden. Diese verlangt eine Verbesserung der derzeit geplanten Lärmschutzmaßnahmen sowie Hochwasserschutz im Bereich Korneuburg und beinhaltet damit im Wesentlichen die Forderungen der UVP-KO. Es bestehen Bedenken, dass der Ausbau der A22 auf 6 Spuren zu weiteren Beeinträchtigungen der Anrainer führen werden.

Speziell die donauseitig liegenden Häuser werden gefährdet, da bei gleicher Hochwassermenge das Wasser etwa 15cm höher liegen kann als bei der Katastrophe 2002. Damit könnten einige Häuser, die damals verschont waren, das nächste mal plötzlich überflutet werden. Diese Situation ist natürlich untragbar, und muss vermieden werden. Evtl. auftretende Schäden, die nachweisbar rein durch den Ausbau der A22 entstehen, müssen von der ASFINAG beglichen werden.

Weiters ist es unmöglich zu akzeptieren, dass die Lärmgrenzen in Teilen Korneuburgs möglicherweise überschritten werden und dann Lärmschutzfenster eingebaut werden sollen. Wir alle wollen ein (möglichst) ruhiges Korneuburg, und speziell die Anrainer möchten auch tagsüber im Garten sitzen können und nachts bei offenen Fenster schlafen. Deshalb sind die Lärmschutzmaßnahmen so auszulegen, dass auch bei der erwarteten Verkehrsverdopplung auf der A22 die Grenzwerte eingehalten werden.

Es sollte unser Ziel sein, den Ausbau von Autobahnen für VERBESSERUNGEN nicht nur für den Verkehr, sondern auch und vor allem für die Bevölkerung zu nutzen. Wir dürfen keine Opfer erzeugen, sondern alle sollten von diesen Baumaßnahmen profitieren. Dies ist technisch nur bedingt realisierbar (Lärmschutz möglich, Abgasschutz nicht), aber die vorhandenen Mittel sollten wenigstens ausgenutzt werden.


Wir fordern ein Umdenken weg vom alleinigen Ausbau schon bestehender oder noch zu bauender Straßen hin zu einem Verkehrskonzept, das sowohl Nachhaltigkeit als auch Lärm und Abgase viel stärker berücksichtigt als bisher. Schon jetzt sterben etwa 2,5mal so viele Österreicher mehr (=2400 Personen) durch den Einfluss von Verkehrsabgasen als durch Verkehrsunfälle (Studie: WHO, Forum Gesundheit 1/2003, siehe ZeitungsArtikel "Killer Transit" im Jänner 2003), desweiteren werden schon 190 Tote direkt dem Verkehrslärm zugeordnet (VCÖ 2003). Ausserdem haben Autobahnanrainer eine 40% höhere Sterberate (Studie aus Holland, siehe ebenfalls Forum Gesundheit 1/2003).

Allein die Kosten des Verkehrslärms durch Wertverlust, Tourismuseinbußen, und Therapien belaufen sich auf 1,8 Milliarden(!) Euro pro Jahr in Österreich (VCÖ). Diese Werte werden jedoch immer noch von den zuständigen Stellen weitgehend ignoriert, als "nicht nachweisbar" abgestempelt. Es ist vergleichbar mit dem Status des Rauchens vor 20 Jahren, als schon vorsichtig gewarnt wurde, aber noch niemand die wahren Folgen beweisen konnte.

Mit dem geplanten Projekt werden derzeit folgende Zahlen erwartet: S1 Bereich Korneuburg: von 12.000 auf 48.000 Fahrzeuge A22 Bereich Korneuburg: von 55.000 auf 110.000 Fahrzeuge

Angefügt eine Grafik zur Demonstration der Verkehrszunahme in Korneuburg (sowohl als GIF als auch als Excel-Sheet).


  • Informationsveranstaltungen

Wir haben am Do. 26.6.2003 eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema, bei dem auch Unterschriften gesammelt werden:

Informationsveranstaltung in Korneuburger Musikfreundesaal (Wiener Strasse 20), 26.6.2003, Beginn 20 Uhr.


  • Wer ist die Unabhängige VerkehrsPlattform KOrneuburg

( http://UVP-KO.org ) eigentlich?

Wir sind eine Bürgerinitiative, die am 10.3.2003 gegründet wurde, und Widerstand gegen den 4-spurigen Ausbau der S1 zur Autobahn speziell im Bezirk Korneuburg leistet. Wir sind überparteilich, und arbeiten mit vielen anderen Gruppierungen zusammen, die ähnliche Ziele verfolgen.

Obwohl wir als Bürgerinitiative gegenüber mächtigen Interessen der Autobahnlobby als klein erscheinen, geben wir den Kampf für ein menschengerechtes und zukunftsorientiertes Verkehrskonzept nicht auf - das sind wir unseren Kindern und Enkelkindern schuldig.

Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Homepage http://uvp-ko.org/.

Gerne arbeiten wir mit Ihnen direkt zusammen:
Sprecher Michael Zieger, Tel: 0676/415 65 31, Fax: 02262/64742, oder per e-mail sprecher@uvp-ko.org

Mit freundlichen Grüssen
Michael Zieger, Sprecher

Persönliche Werkzeuge