Kurier20040315Chronik
Aus UVP-KO
[bearbeiten] Neues Casino für Niederösterreich (Leobendorf)
[bearbeiten] Burg Kreuzenstein als Namensgeber / Gastein bekommt kleineren Typ
- von Michael Jäger*
Die Burg Kreuzenstein ist vielen Niederösterreichern und Wienern als Ausflugsziel ein Begriff. Das Wahrzeichen im Bezirk Korneuburg soll nun der Namensgeber eines neuen Spieltempels der Casinos Austria werden.
- EINNAHMEN* Dem Land Niederösterreich und der kleinen Gemeinde Leobendorf winken damit zusätzliche Einnahmen in Millionenhöhe.
Die Bombe platzte am Wochenende. Landeshauptmann Erwin Pröll und Casino-General Leo Wallner erklärten in Krems, dass das neue Haus mit 200 Beschäftigten am 1. Dezember 2005 in Betrieb gehen soll.
Die Standortwahl sei eine Folge der EU-Erweiterung. Wallner rechnet auch stark mit Gästen aus den neuen Mitgliedsländern. Weiters entscheidend war die Nähe zu Wien sowie die gute Verkehrsinfrastruktur. Innerbetrieblich müssen die Casinos Austria Weichen stellen. Nachdem es vom Finanzminister keine zusätzliche Konzession gibt, wird das Casino Gastein nach Niederösterreich verlegt.
Die Salzburger Gemeinde erhält zum Trost ?einen neuen, kleineren Spieltyp?. Diese Videolotterien sollen weiters im Umfeld der Ebreichsdorfer Pferderennbahn entstehen.
Beim Casino nördlich von Wien handelt es sich um einen *großen Brocken*. Das Haus wird *unmittelbar an der Schnittstelle der A 22 und des zukünftigen Rings um Wien (S1)* errichtet. Die Casino AG hat sich in der Gemeinde Leobendorf *50.000 Quadratmeter* Grund gesichert. 35 Millionen Euro werden sofort investiert.
Der Spieltempel mit dem Arbeitstitel ?Kreuzenstein? werde im ?legereren Bereich angesiedelt?, erläuterte Wallner. Als zusätzliche Frequenzbringer sind verschiedene Dinge im Gastro- und Unterhaltungsbereich angedacht. Auch ein Beherbergungsbetrieb soll im Umfeld entstehen. Unterm Strich werde es mehr als die 200 Casino-Jobs geben. Eine Konkurrenz zu Wien und dem gehobenen Standort Baden sieht Wallner nicht.
STEUER-MILLIONEN Apropos Finanzen: Das neue Haus soll jährlich 20 Millionen Euro Steuern abwerfen. Drei Millionen davon dürfen das Land, rund 3,5 Millionen die Gemeinde Leobendorf erwarten. Ein Name fürs Casino steht noch nicht fest. Laut Bürgermeister Karl Stich ist aber fix, *dass die Burg Kreuzenstein bei Nacht beleuchtet wird*.
Kurier | 15.03.2004 | Seite 10

