Kurier20031002
Aus UVP-KO
"Kurier" vom 02.10.2003%BR% Ressort: CHR%BR% Ausgabe: N.Ö/Waldviertel/Waidhofen a.d.Thaya, Morgen%BR%
[bearbeiten] S-1-Anschlussstelle: Korneuburg und Leobendorf zufrieden gestellt
Heute Abend wird die neue Trassenführung des Korneuburger S-1-Anschlusses den Gemeinderäten von Korneuburg und Leobendorf vorgestellt. Weiterer Widerstand gegen das Straßenprojekt ist zumindest aus den Ortsparlamenten nicht zu erwarten: Aus beiden Gemeinden kamen im Vorfeld durchwegs positive Signale.
"Alle Forderungen unserer Resolution wurden erfüllt", freut sich der Korneuburger Bürgermeister Wolfgang Peterl. Für die Stadtgemeinde war entscheidend, dass die Trasse nun genau in der Mitte zwischen Korneuburger und Leobendorfer Wohngebiet verläuft. Die bestehende S 1 dient dann gleichzeitig als Zubringer zur Schnellstraße und als Aufschließung des Gewerbegebiets. Peterl: "Beim ursprünglichen Plan hätten wir die Zufahrt zu den Betrieben verloren und auf unsere Kosten neu bauen müssen."
Mit der Zustimmung seines Gemeinderats rechnet auch der Leobendorfer Ortschef Karl Stich: "Auch wenn die Schnellstraße jetzt um 150 Meter näher an unserem Siedlungsgebiet verläuft als zuvor projektiert - der verbesserte Lärmschutz wiegt das mehr als wieder auf."
Obwohl die Planer vorher gesagt haben, die Wünsche der Gemeinden seien kaum zu verwirklichen, gibt es in der aktuellen Variante ein System aus drei verschiedenen Lärm- und Emissionsschutzmaßnahmen: Der unmittelbare Anschluss der Wiener Stadtumfahrung an die Donauuferautobahn wird eingehaust, dann verläuft die Straße in Tieflage bis zum Ende des Korneuburger und Leobendorfer Ortsgebiets. Stich: "Plötzlich geht es also doch. Unsere konsequente Haltung hat sich ausgezahlt."
- Martin Bernert

