DerStandard20030317-A5

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[bearbeiten] Bau der Nordautobahn A5 hat begonnen

[bearbeiten] Gorbach warnt: Straße nicht gegen Schiene ausspielen

  • Gaweinstal* - In Gaweinstal an der Brünnerstraße haben heuam Montag Verkehrsminister Hubert Gorbach (F) und Landeshauptmann Erwin Pröll (V) den Spatenstich für die Nordautobahn (A5) vorgenommen. Sie soll in drei Abschnitten von Süden nach Norden ausgebaut werden. Derzeit wird mit Hochdruck am Einreichprojekt für den ersten Bauabschnitt von Eibesbrunn bis Schrick (beide Bezirk Mistelbach) gearbeitet. Die Verkehrsfreigabe des 23 Kilometer langen Abschnitts ist für 2008 vorgesehen.

Die Gesamtkosten der 60 Kilometer langen Nordautobahn zwischen Eibesbrunn und Drasenhofen betragen rund 370 Millionen Euro. 185 Millionen Euro sind für den Abschnitt Eibesbrunn - Schrick veranschlagt. Die Fertigstellung der A5 ist für 2010 geplant.

[bearbeiten] Ortsdurchfahrten entlasten

Die Nordautobahn wird als notwendige und leistungsfähige Verbindung zwischen dem Großraum Wien und der Tschechischen Republik gesehen. Zudem sollen die bestehenden Ortsdurchfahrten entlastet und die Verkehrssicherheit erhöht werden. Verkehrsprognosen sagen für 2020 auf Höhe Wolkersdorf etwa 64.000 Autos pro Tag voraus.

Der Spatenstich habe Signalwirkung, betonte Pröll. Oberstes Ziel sei es, Verkehrssicherheit und Lebensqualität für die Bevölkerung zu diesem Projekt beitragen könnten. Die Infrastruktur müsse der Entwicklung angepasst werden. Die EU-Erweiterung bringe zwar Mobilität, Gorbach warnte jedoch davor, Straße und Schiene gegeneinander auszuspielen.

[bearbeiten] Grünen-Kritik

Heftige Kritik am Spatenstich in Gaweinstal übten hingegen die NÖ Grünen: "Etwas Absurderes hätte sich Landeshauptmann Pröll nicht einfallen lassen können", polterte LAbg. Martin Fasan. "Es gibt für die Nordautobahn noch nicht einmal eine Detailplanung - von einer UVP, einer Trassenverordnung und einer gesicherten Finanzierung ganz zu schweigen. Aber weil Pröll im Wahlkampf so gerne die Spaten zum Glühen bringt, wird nun schon für die so genannte Baufreimachung ein Spatenstich abgehalten."

Die Grünen warnten erneut vor der Errichtung neuer Transitautobahnen, anstatt die Verbesserung der internationalen Schienenverbindungen nachhaltig voranzutreiben. "Die Nordbahn ist unausgelastet, die Züge müssen beschleunigt werden. Die Strecke verträgt locker Geschwindigkeiten bis zu 150 km/h. Diese Kapazitäten müssen genützt werden", so Fasan.

[bearbeiten] Global 2000 in aktionistischer Manier

Die Umweltorganisation Global 2000 protestierte in Gaweinstal in aktionistischer Manier gegen den geplanten Autobahnbau. "Mit der Nordautobahn wird das Weinviertel zum Durchzugsgebiet für den Schwerlastverkehr, da dieser von der bestehenden Autobahn Brünn - Bratislava angezogen wird. Der Schnellbahn würde durch den Autobahnbau eine zusätzliche Konkurrenz erwachsen", befürchtete Verkehrsreferent Heinz Högelsberger. Er forderte den Ausbau der S2 bis Poysdorf und die Reaktivierung der ehemaligen Zugverbindung von Laa an der Thaya nach Tschechien. (APA)

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